Glücklich sein

Viele glauben, dass das „Glück“ ein Geschenk ist, dass nur sehr wenigen Menschen im Laufe ihres Lebens zufällig wiederfährt.

Gelichzeitig bekommen wir aber auch zu hören, dass es nur sehr wenig bedarf um glücklich zu sein und wir demnach unser eigenes Glückes Schmied sind.

Aber was davon ist jetzt „richtig“ und was müssen wir überhaupt tun, um glücklich zu sein? 

Ziele alleine machen nicht glücklich 

Oftmals ist es so, dass wir uns verschiedene Ziele vornehmen und dann davon ausgehen, dass wir durch das Erreichen dieser Ziele endlich glücklich sein werden. Komischerweise werden aber die meisten von uns die Erfahrung gemacht haben, dass uns das Erreichen unseres Zieles zwar kurzfristig bzw in dem entsprechenden Moment glücklich stimmt, uns jedoch langfristig nicht wirklich glücklich macht. 

Doch wenn es nicht die außenstehenden Umstände sind die uns glücklich machen- welche sind es dann? 

Unser Glück kommt von innen 

Einige Menschen vertreten die Ansicht, dass das Glück in uns (drinnen) vorhanden sei und dementsprechend auch nur von uns selbst entfacht werden kann, sodass wir keine außenstehende Dinge/Umstände benötigen, um glücklich zu sein.

Doch was brauchen wir um glücklich zu sein? 

Unsere Einstellung ist der Schlüssel zum Glück 

So wie es sich auch mit vielen anderen Lebenssituationen verhält, so verhält es sich auch mit unserem Glück – unsere Einstellung entscheidet überwiegend darüber, ob wir glücklich sind, oder nicht. 

Demnach ist unser Glück davon abhängig, wie wir zum einen uns selbst und zum anderen unsere Welt an sich sehen bzw wahrnehmen. [1]

Wie entsteht unsere Einstellung?

Auf der einen Seite ist unsere Einstellung gegenüber uns selbst und gegenüber der Umwelt in der wir uns befinden angeboren. Auf der anderen Seite wird sie aber zusätzlich noch durch unsere Erfahrungen, welche wir im Laufe unseres Lebens machen geprägt.  

Was den ersten Teil unserer Einstellung betrifft, kann man durchaus sagen, dass es einige Menschen gibt, die es aufgrund ihres Familiären Umfeldes schon von Anfang an etwas leichter gehabt haben. [1]

Unter anderem sind diese Menschen in ihrer Persönlichkeit zum Beispiel

  • Um einiges aufgeschlossener [1]
  • Weniger empfindlich [1]
  • Haben durch ihr Familiäres Umfeld ein stabileres Selbstwertgefühl mitbekommen [1]
  • betrachten die Welt von vornerein eher positiv als negativ 

All diese Aspekte können höchstwahrscheinlich dazu führen, dass es diesen Menschen um einiges leichter fällt eher das positive, anstelle des negativen wahrzunehmen und somit entsprechend glücklicher zu sein. 

Es sind nämlich weniger die Umstände in unserem Leben die für unser Glück verantwortlich sind, sondern eben unsere Einstellung und somit unsere Interpretation dieser Umstände, die unser persönliches Glück letztendlich ausmachen. 

Angenommen, man betrachte drei Geschwister, welche alle aus einer sehr wohlhabenden, angesehenen und attraktiven, sowie auch gesunden Familie stammen. Alle drei haben dieselben Voraussetzungen mit auf ihren Weg bekommen und doch entwickeln sie sich in komplett verschiedene Richtungen. Während die eine von ihnen ihr Leben in vollen Zügen genießt und sich nur auf die positiven Aspekte ihres Lebens fokussiert, indem sie zum Beispiel die finanziellen Möglichkeiten ihrer Familie nutzt, um sich eine eigene Karriere aufzubauen, sowie auch eine eigene Familie zu gründen, verbringt der zweite seine Zeit eher damit in ständiger Angst zu leben, dass Geld, sowie auch seine Gesundheit jederzeit verlieren zu können, wohingegen der dritte das ganze Ansehen uns den ganzen Reichtum überhaupt nicht haben will, sondern am liebsten einfach nur für sich allein sein würde. 

Obwohl es also objektiv betrachtet komplett „klar“ sein müsste, dass alle drei glücklich und zufrieden werden bzw. sein sollten, sieht das ganze subjektiv betrachtet wieder ganz anders aus. Dementsprechend würde sich nur die erste der drei Geschwister als glücklich bezeichnen, wohingegen die anderen zwei das eher weniger von ihrem Leben bzw, ihnen selbst behaupten könnten. Und das liegt einzig und allein daran, dass es die Einstellungen der anderen zwei sind, welche ihnen ihr eigenes Leben jeweils vermiesen. 

Dasselbe „Phänomen“ kann man auch bei berühmten Persönlichkeiten, zum Beispiel bei Sängern, oder Schauspielern beobachten. Während die einen ihre Tätigkeit lieben und dementsprechend auch die begleitenden Umstände, welche sich durch diese ergeben akzeptieren können (weil die sich eben nur auf das konzentrieren, was ihnen Freude bringt und nicht auf das was sie daran stört), kommen die anderen hingegen überhaupt nicht mit ihrer Berühmtheit zurecht, sodass sie daran zugrunde gehen. 

Somit liegt es nicht daran, welche Zahl auf deinem Konto steht oder ob du einen, zwei oder überhaupt keinen Oscar gewonnen hast. Es ist einzig und allein deine Einstellung bzw. die Interpretation der Umstände, die „in dir drinnen“ stattfindet, die darüber entscheidet, ob du glücklich bist oder nicht. 

Demnach kannst du auch noch so viele Komplimente bekommen, von unzählig vielen Menschen umgeben sein und dich trotzdem allein und unattraktiv fühlen. Du kannst noch so viel Geld ausgeben und dich dennoch unglaublich arm fühlen. Die äußeren Umstände allein können dich einfach nicht glücklich machen. Sie können dein Leben bereichern und dir kurzfristig durchaus Freude bereiten [1], solange aber deine (negative) Einstellung dieselbe bleibt, wird sich an deinem inneren Gefühl des unglücklich seins, des unzufrieden seins und des endlosen Verlangen nach dem „wahren“ Glück nichts ändern. 

Glück durch nette Taten erlangen 

Abgesehen von den klassisch oberflächlichen Bereicherungen im Leben besteht auch noch die Möglichkeit dein eigenes Glück zu vergrößern, indem du anderen Menschen eine Freude machst. Du könntest zum Beispiel einer ärmeren Person etwas Geld spenden und dich darüber freuen, wie sehr sich diese Person wiederrum über deine Spende freut. Gleichzeitig kannst du dich aber auch darüber ärgern, dass dir niemand Geld schenkt und das die Welt unglaublich ungerecht und gemein ist. [1] 

Auch hier kannst du wieder feststellen, dass nicht die Tat ans sich dafür verantwortlich ist, wie du dich letztendlich fühlst, sondern die Tatsache, was du über diese denkst [1] und welche Gefühle du mit der entsprechenden Situation assoziierst.  

Fazit 

Letzten Endes geht es also immer darum, wie wir die Dinge sehen, entsprechend interpretieren und demnach unsere Einstellung ihnen gegenüber ist und weniger darum, was wir wirklich besitzen und tun. Wenn es also eine entscheidende Sache gibt, die wir alle benötigen um glücklich zu sein dann ist es die „richtige“ Einstellung. 

Somit handelt es sich bei der „richtigen Einstellung“ um nichts geringeres, als dein Fokus

Schenkst du deine Aufmerksamkeit eher den negativen, oder doch eher den positiven Dingen in deinem Leben? [1]

Siehst du eher die Vorteile und Stärken, oder eher die Nachteile und Schwächen? 

Erlaubst du dir die schönen Dinge zu genießen oder lässt du sie dir durch die negativen „Begleiter“ vermiesen? [1]

Somit beinhaltet die „richtige Einstellung“ weitaus mehr als nur eine Sichtweise. Es geht um Achtsamkeit, Dankbarkeit, Vertrauen, Hoffnung, ein stabiles Selbstwertgefühl, Ängste die einen eventuell aufhalten… 

Demnach musst du ganz individuell für dich schauen, wo sich bei dir deine „Schwachstellen“ verborgen haben, welche dich bis jetzt von deiner „richtigen Einstellung“ und somit von deinem Glück abgehalten haben. 

Quellen 

[1] https://www.youtube.com/watch?v=n4E52x5EDFc

Isabel Valentin

Stress und Leistungsdruck sind der oftmals überambitionierten und jungen Berlinerin Isabel Valentin kein Fremdwort. In dem dynamischen Hauptstadtleben hat sie schnell realisiert, wie wichtig eine ausgeglichene Balance zwischen Alltagsstress und Selbstfürsorge ist, weshalb sie sich im Laufe der Zeit zu einer wahren Calm Down Expertin entwickelt hat.

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