5 Tipps gegen Neid

„Eigentlich bin ich ganz zufrieden mit mir, genauso wie ich bin“! 

„Doch manchmal – wirklich NUR manchmal und wenn dann auch nur ein ganz klein wenig, da würde ich doch gerne so sein wie sie/-oder er“. 

Das kennen wir doch alle, hin und wieder erwischen wir uns dabei, wie wir auf die Intelligenz, das Aussehen oder den Besitz einer anderen Person neidisch sind. 

Auch wenn das Wort „Neid“ sehr negativ verhaftet ist und dadurch auch ungern verwendet wird, so ist es nichts desto trotz ein völlig natürliches Gefühl, weshalb du dich auch nicht direkt schlecht fühlen musst, wenn du es das ein oder andere Mal empfindest. Gefährlich wird es jedoch, wenn dieses Gefühl ausartet (dh. du es ständig empfindest) und du dadurch nach und nach in eine immer tiefere Abwärtsspirale gerätst. 

Was ist überhaupt Neid 

Auch wenn das Wort „Neid“ noch so negativ verhaftet sein mag, so ist es nichts desto trotz ein menschliches Gefühl, welches jeder von uns schon mindestens einmal im Laufe seines Lebens empfunden hat. Wir alle waren schon einmal neidisch. Sei es auf jemanden, weil dieser so aussieht, wie wir es gerne tun würden, etwas besitzt was wir gerne hätten oder in seinem Leben eventuell schon dort steht, wo wir jetzt ebenfalls gerne stehen würden. Es gibt unzählige Gründe, weshalb jemand Neid empfinden kann und das ganz unabhängig davon, ob wir die Person überhaupt persönlich kennen oder nicht. 

Oftmals schauen wir uns diese Menschen an und fragen uns wie sie all das machen. Und dann schauen wir uns selbst an und fragen uns, wieso wir das nicht ebenso können und manchmal neigt der ein oder andere sogar dazu dieser Person zu wünschen all das zu verlieren, nur damit sich diese ebenfalls auf der gleichen Ebene, wo man selbst noch steht, befindet. 

Zudem ist es völlig egal wo eine andere Person „schon“ ist oder eben noch nicht ist, weil diese ganzen Vergleich rein subjektiv sind und die Menschen generell dazu neigen immer auf das zu schauen, was sie gerade nicht haben. Außerdem ist es absurd zu glauben immer und überall der „einzige“ und „ Beste“ in allem zu sein, weil es immer jemanden geben wird der vermeintlich „besser“ ist oder mehr hat, als man selbst. 

So betrachtet hätten wir also permanent einen Grund dazu, um auf alles und jeden neidisch zu sein.

Wenn letzteres eintritt kann es passieren, dass wir nicht mehr dazu im Stande sind unsere eigene Einzigartigkeit, also das was uns eigentlich so besonders und wunderschön zugleich macht zu erkennen. In diesem Falle werden wir für unsere eigene Schönheit und unsere schon erreichten Ziele „blind“, sodass wir im Vergleich zu anderen Personen gar nicht anders können, als neben diesen mehr als schlecht dazustehen.

Zudem gehen durch diese „Sichtweise“ auch weitere negative Gefühle, wie zum Beispiel  Trauer, Verbitterung und Aggressionen mit einher. Man kann in einem solchen Fall sein eigenes Selbstwertgefühl praktisch auseinanderfallen sehen.

1.Steigere dein Selbstwertgefühl! 

Die erste Lösung klingt für viele zunächst nach einer unmöglich zu meisternden Herausforderung, eben weil sie so viel Arbeit und Geduld zugleich verlangt. Wer jedoch unter einem geringen oder „zerstörten“ Selbstwertgefühl leidet, dem sollte bewusst sein/werden, dass genau so wie dieses Problem nicht einfach so über Nacht entstanden ist es auch nicht einfach so von heute auf morgen wieder verschwinden kann. 

Somit ist es langfristig betrachtet die einzige Möglichkeit, um nachhaltig ein für alle mal aus diesem „neidisch auf alles und jeden zu sein – Kreislauf“ herauszukommen.

Je mehr du nämlich mit dir selbst im reinen bist desto weniger bedrohlich wirken die Erfolge der anderen Menschen. [1] 

Wichtig ist, dass du verstehst, dass dein geringes Selbstwertgefühl wie auch schon zuvor erwähnt nicht einfach über Nacht entstanden ist, sondern anstelle dessen tiefer in deiner Vergangenheit zurückliegt, eventuell sogar während deiner Kindheit entstanden ist. Deswegen ist es wichtig, dass du dieser Ursache wirklich auf den Grund gehst und sie somit ein für alle Mal beseitigst. 

Oftmals handelt es sich um eine nicht realitätsgetreue Überzeugung der wir jedoch glauben schenken, weil sie uns so oft von jemanden eingeredet wurden ist, oder weil wir sie aufgrund einer falschen Denkweise selbst angenommen haben. 

Wenn du dieser falschen Überzeugung erst einmal auf die Schliche gekommen bist geht es im zweiten Schritt darum diesen falschen Glaubenssatz so umzuändern, sodass du aus einer negativen eine positive Überzeugung schaffst. Und wenn du das getan hast musst du dir diese neue/ bzw. richtige jetzt richtige Überzeugung jeden Tag, auch ruhig mehrmals immer wieder vor Augen führen, bis du sie komplett verinnerlicht hast. 

2. Führe ein Erfolgs-Journal 

Zudem könnte dich ein sogenanntes „Erfolgs-Journal“ ebenfalls bei deinem Vorhaben unterstützen.

Ziel dieses Journals ist es jeden Tag deine kleinen, sowie auch großen erreichten Ziele aufzuschreiben, sodass du rückblickend auf all diese schauen kannst und dadurch siehst wie viel du jeden Tag aufs Neue erreichst und allgemein schon in deinem Leben erreicht hast. 

Außerdem empfiehlt es sich, sich allgemein mit diesem Thema etwas mehr auseinanderzusetzten, indem man zum Beispiel verschiedenste Youtube Videos, Coaching- Seminare oder „Selbsthilfe“ Bücher, Blinkists, Hörbücher,  sowie auch verschiedenste Artikel zu diesem Thema durchliest. Was wir hören, sehen und lesen beeinflusst uns viel mehr, als wir während unseres Alltags bewusst mitbekommen. Wenn du deinen Kopf jeden Tag aufs neue mit positiven Reden und positiven Sichtweisen „fütterst“ wird er nach einer gewissen Zeit diese Eindrücke übernehmen, sodass du dich nach und nach immer selbstbewusster und stärker fühlen wirst. 

3. Lasse von der „er hatte Glück- und ich nicht“ Denkweise los

Was wir sehen – insbesondere über Social Media- ist immer nur das bzw. der Teil, den uns diejenige Person sehen lassen will. Wenn jemand posted, dass er den ganzen Tag nur am shoppen ist und von Party zu Party geht, dann mag das auf dich vielleicht so wirken, als ob diese Person alleine schon durch die Tatsache einfach nur am Leben zu sein für sich ausgesorgt hätte. Und natürlich mag es den ein oder anderen geben, dessen Lifestyle nahe an diese Vorstellung rankommt. In der Regel ist es jedoch so, dass jeder von uns seines eigenen Glückes Schmied ist und demnach hinter jedem Erfolg mehr als harte Arbeit steckt. Nichts wird einem im Leben einfach geschenkt. Du musst für deine Ziele bereit sein zu kämpfen und alles was du hast zu geben. Das was du von jemand anderem auf Social Media zu sehen glaubst macht vielleicht 0,5-1,0% seines ganzen Tages aus! Und der Rest!? Wer posted schon oder redet geschweige denn darüber, wie seine Arbeit im Detail wirklich aussieht? 

Lasse also von dieser mehr als verzerrten Vorstellung los und fange an dein eigenes Glück in die Hand zu nehmen und tätig zu werden! Statt dich also zu fragen, wie XY das getan hat solltest du dich anstelle dessen lieber selber fragen, ob du überhaupt dazu bereit wärest dasselbe zu geben, sodass du dir diesen Lebensstil ebenfalls leisten kannst. 

4. Die Welt ist mehr Schein als Sein! 

Zudem solltest du auch bedenken das nicht alles Gold ist was glänzt! Sprich, dass die Menschen insbesondere in den Sozialen Medien dazu neigen nach außen hin mehr so zu Scheinen/ zu wirken, als sie es eigentlich wirklich sind. Konzentriere dich also lieber auf das, was in du beeinflussen kannst und beschäftige dich eher damit, was du tun kannst, um dort hinzukommen, wo du einmal hinwillst, anstelle dessen deine Zeit mit dem angeblichen Leben fremder Menschen zu verschwenden. 

5. Nutze deinen Negativen Gefühle als Ansporn

Dieser 5. Tipp geht mit dem 3. Tipp Hand in Hand. Anstatt dich zu fragen, warum die Welt so ungerecht zu sein scheint solltest du aufhören in Selbstmitleid zu versinken und anstelle dessen die Gelegenheit nutzen, indem du deine negativen Gefühle in eine Art Antrieb transformierst, der dir dazu verhilft deine Ziele ebenfalls zu erreichen.  

Negative Gefühle sind lediglich Energie und wie wir alle wissen lässt sich Energie umwandeln. Ärgere dich also nicht über negative Emotionen, sondern heiße sie willkommen und entwickle einen Plan, der dich jeden Tag ein kleines bisschen näher an dein Wunschziel bringt. 

Fazit

Du wirst mit der Zeit immer mehr bemerken, dass dein Selbstbewusstsein mit jedem weiteren erreichten Ziel – und sei es am Anfang noch so klein – immer weiter wachsen wird, bis du an dem in 1 beschrieben Punkt ankommst, ab dem es dir egal ist was die anderen um dich herum tun oder auch nicht tun, weil du mit dir selbst im reinen bist und wieder die Schönheit deiner Einzigartigkeit erkennst und somit auch wahrnimmst. Du wirst unglaublich stolz darauf sein, dass es dich nur ein einziges Mal auf dieser Welt gibt und ganz im Gegenteil eher „Angst“ davor haben so wie alle anderen zu sein. 

Quelle

[1] https://www.youtube.com/watch?v=ONczul6ZmdY

Isabel Valentin

Stress und Leistungsdruck sind der oftmals überambitionierten und jungen Berlinerin Isabel Valentin kein Fremdwort. In dem dynamischen Hauptstadtleben hat sie schnell realisiert, wie wichtig eine ausgeglichene Balance zwischen Alltagsstress und Selbstfürsorge ist, weshalb sie sich im Laufe der Zeit zu einer wahren Calm Down Expertin entwickelt hat.

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