Be yourself – Schluss mit den Schönheitsidealen

Wie konnte es überhaupt so weit kommen? 

Wir leben in einer Welt in der wir uns jeden Tag und jederzeit dank Social Media, das Leben einer völlig fremden Person anschauen, sie dafür bewundern oder kritisieren und unser eigenes Leben mit ihrem Vergleichen können. Dabei vergessen wir oftmals, dass die „ach so perfekten Körper in diesen ach so perfekten Locations“ zum einen komplett bearbeitet und zum anderen auch ganz bewusst inszeniert sind. Und obwohl uns das allen durchaus bewusst ist sitzen wir dennoch abends vor unserem Handy, starren auf den Bildschirm, und ziehen uns selbst runter, indem wir uns dafür kritisieren das unser Körper und unser Gesicht nicht diesen Schönheitsidealen entspricht. 

Anstelle dessen sollten wir uns aber eigentlich fragen, weshalb wir uns alle so einem enormen Druck aussetzten, nur um irgendwelchen unrealistischen Schönheitsidealen gerecht zu werden, welche von irgendwelchen völlig fremden Personen ins Leben gerufen wurden. 

Frauen 

Vor allem als Frau sieht man sich jeden Tag erneut mit irgendwelchen unrealistischen Schönheitsidealen konfrontiert, welche einem versuchen zu suggerieren, dass unser Leben ohne das Erreichen dieser Schönheitsideale nicht vollwertig bzw gut genug sei.  

Übergewichtige, werden mit Vorwürfen à la „du bist ja sowas von undiszipliniert und wirst deswegen, weil du ebenso aussiehst und so bist, niemals jemanden abbekommen“ konfrontiert. 

Während schlanke Frauen entweder unmittelbar mit einer Essstörung abgestempelt werden, zu hören bekommen, dass sie aufgrund der „fehlenden Kurven“ keine richtigen Frauen seien oder, dass das „typische Modelgesicht“ und demnach „hübsche“ Frauen zu dumm für den akademischen Werdegang seien. 

Schluss damit! 

Mittlerweile gibt es immer öfter Kampagnen (insbesondere über Social Media), welche uns alle wachrütteln und offen zeigen sollen, dass diese sogenannten Schönheitsideale weder erstrebenswert sind, noch dazu beitragen „ein perfektes Leben“  führen zu können. 

Sie bewirken eher das Gegenteil:

  • Die Menschen fühlen sich unter Druck gesetzt 
  • Erleben ein anhaltendes Gefühl „nicht gut genug“ zu sein
  • Vergleiche mit jedem und jederzeit 
  • Gefühle, wie Neid, Hass und Eifersucht
  • Depressionen sowie auch einem sehr geringen Selbstwertgefühl 
  • Im schlimmsten Fall: Essstörungen (insbesondere bei jungen Mädchen) 
  • Sportsucht 
  • Schönheitsoperationen, Nahrungsergänzungsmittel und eine Vielzahl an verschiedenen Diäten

Doch dank einzelner Personen, welche immer mehr versuchen, auf diesen Teufelskreis aufmerksam zu machen fangen auch viele andere Menschen immer mehr damit an zu realisieren, dass sie genug von diesen unmöglichen Standards haben und diese Trends demnach auch nicht mehr weiter befolgen wollen.[1]

Sie haben genug von dem „Idealbild“ und von diesem immer anhaltenden Gefühl nicht gut genug zu sein. 

Der erste Schritt beginnt bekanntlich bei einem selbst 

Es ist an der Zeit die Schönheitsindustrie zu verändern und insbesondere den Frauen dabei zu helfen ihr Selbstbewusstsein wieder zu stärken. [1]

Das kann jedoch nur funktionieren, wenn jeder zunächst einmal bei sich selbst damit beginnt zu realisieren, dass es sich bei diesen sogenannten „Schönheitsidealen“ um eine reine Marketingstrategie von Unternehmen handelt, die ihre Produkte an uns verkaufen wollen. Jeder der sich mindestens einmal in seinem Leben mit den Worten „Abnehmen oder Diäten“ auseinandergesetzt hat wird relativ schnell bemerkt haben, wie viele unterschiedliche Diäten, Ernährungs – und Abnehmcoaches, sowie auch Abnehm Apps und Nahrungsergänzungsmittel es auf dem Markt derzeit gibt. 

Und hat bis jetzt irgendeins dieser Superfoods oder Protein Shakes jemanden glücklich gemacht? 

Das erste was du demnach tun solltest, um dich von diesen utopischen Schönheitsidealen und dem damit verbundenen Druck zu lösen besteht darin, dir selber zu verinnerlichen, dass es sich bei diesen „Schönheitsidealen“ lediglich um reines Marketing der Industrie handelt. Du musst dich von dem Gedanken lösen „perfekt“ aussehen zu wollen, weil es dieses „perfekte Aussehen“ niemals geben wird. Wahre Schönheit liegt zum einem im Auge des Betrachters und zum anderen kommt sie vor allem von innen. 

Somit kannst du nach außen hin noch so „schön“ und „perfekt“ (gemessen an dem Standards den uns die Medien vorleben) aussehen, solange du nicht von innen heraus strahlst und zufrieden mit dir selbst bist, wird auch ein Sixpack oder eine Körbchen Größe mehr daran nichts ändern. 

Dieser ganze Schönheitswahn und das Streben nach dem „perfekten“ Körper, dem perfekten Aussehen war noch nie zuvor so präsent, wie es das heute ist. Dabei sollte jeder ganz individuell für sich selbst festlegen, was er oder sie persönlich als schön empfindet. 

Deswegen besteht der zweite Schritt, (nachdem du nun realisiert hast, dass du dich diesen unrealistischen Standards nicht unterwerfen solltest), darin, dass du für dich persönlich festlegst, was du – und zwar wirklich nur du allein als schön empfindest. 

Und bedenke dabei, dass dein Körper viel mehr als nur auf sein Aussehen reduziert werden sollte. Im Gegenteil. Dein Körper erzählt eine Geschichte und zwar DEINE ganz individuelle Geschichte darüber, was du schon alles mit ihm durchgemacht hast und wer demnach bist. 

Wenn du zum Beispiel eine OP hinter dir hattest, dann wird dich deine nie ganz verheilte Narbe immer wieder daran erinnern, wie unglaublich stark du eigentlich bist und vor allem daran, wie wertvoll die eigene Gesundheit ist. 

Wenn du Dehnungsstreifen, Sommersprossen, Muttermale, keine typische Stups Nase oder Cellulite hast, dann sind das alles Merkmale die zu deinem Körper gehören und dich dem- entsprechend ausmachen. Deswegen solltest du auf deine „Makel“ beziehungsweise, auf das was dich eben von den anderen Menschen unterscheidet unglaublich stolz sein, weil es das ist was dich eben besonders macht. Außerdem sind es oftmals auch unsere Makel, welche der andere an uns unglaublich schätz und liebt.

Fazit- 

Akzeptiere deinen Körper bzw. dein Aussehen so wie es ist und lasse dir von nichts und niemanden vorschreiben wie du auszusehen hast, geschweige denn, wer du sein sollst. 

Natürlich ist überhaupt nichts daran verkehrt seinen Körper fit zu halten und ihn in Form zu halten. Das wichtige besteht darin, dass du hierbei wirklich ehrlich zu dir selbst sein und dich demnach fragen solltest, ob du das, was du gerade tust (Sport, eine Diät, eine SchönheitsOP…) wirklich tust, weil du es selbst willst oder weil du das Gefühl hast es tun zu müssen, weil du wie XY aussehen „sollst“. 

Und wenn du es wirklich für dich persönlich als bedeutsam empfindest und dich nur damit entsprechend wohlfühlen kannst, dann ist dem nichts auszusetzten. Nur bedenke dabei eben immer, dass es hierbei wirklich nur um dich gehen sollte und du für dich bestimmst, was dir an dir selbst wichtig ist.

Quellen 

[1] https://www.brigitte.de/beauty/schoen/kampagne—stopthebeautymadness–schluss-mit-dem-schoenheitswahn–10737050.html

Isabel Valentin

Stress und Leistungsdruck sind der oftmals überambitionierten und jungen Berlinerin Isabel Valentin kein Fremdwort. In dem dynamischen Hauptstadtleben hat sie schnell realisiert, wie wichtig eine ausgeglichene Balance zwischen Alltagsstress und Selbstfürsorge ist, weshalb sie sich im Laufe der Zeit zu einer wahren Calm Down Expertin entwickelt hat.

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