Hauptsache „gesund“

Hauptsache gesund, sportlich und schlank! Eines der „großen Ziele“ von heute. Lange sind die Zeiten in denen man nur auf einen „Summer Body“ hintrainiert hat vorbei. Heute wollen wir am liebsten 24/7 und nicht nur für einen kurzen bzw. ganz bestimmten Zeitraum in „shape“ sein. Doch wieso scheitern so viele daran, wenn es darum geht dieses Vorhaben auch wirklich in die Tat umzusetzen?  

Das Vorhaben: „gesund, fit und schlank sein zu wollen“ ist das eine, denn dieser Wunsch beziehungsweise dieses Ziel, ist klar und deutlich definiert. Den jedoch dafür benötigten Aufwand dh. die gesunde Ernährung und vermehrte Bewegung auch tatsächlich in die Tat umzusetzen und tagtäglich am Ball zu bleiben, ist das andere, oder besser gesagt der Punkt, ab dem die meisten von uns letztendlich scheitern. 

Im folgenden werden dir weitere Gründe aufgeführt von denen dir vielleicht der ein oder andere Grund ebenfalls bekannt vorkommt und dich somit von deiner Umstellung hin zu einer gesünderen Ernährung eventuell abgehalten hat. 

1. Ungesund = bequem  

Sich gesund zu ernähren ist an sich nicht schwer (im Sinne von aufwendig) und der Mythos, dass gesunde Ernährung zwingend eintönig, oder „eklig“ schmecken muss ist auch nicht wahr. Warum es aber trotzdem vielen Menschen so unglaublich schwer fällt ihr Vorhaben wirklich durchzuziehen liegt ganz einfach daran, dass „ungesunde“ Nahrungsmittel bzw. stark verarbeitete Lebensmittel wesentlich schneller und somit bequemer zu handhaben sind. 

Es ist demnach (zB.abends) wesentlich bequemer eine Pizza in den Ofen zu schieben, anstatt sich nochmal in die Küche zu stellen und was „richtiges“ zu kochen.  

Dabei muss gesunde Ernährung keinesfalls aufwendig oder teuer sein. Gesund bedeutet in diesem Sinne nichts anderes als möglichst wenig verarbeitet, also natürlich. Eine Reis – Hähnchenpfanne, Lachs mit Rosmarinkartoffeln oder Nudeln mit Pesto sind ebenfalls sehr einfach und schnell zu machen und schmecken dazu auch noch lecker! 

2. Du rennst jedem Trend hinterher 

Zudem begehen auch nicht wenige den Fehler, jedem neuen „Diät, oder Food-Trend“ hinterherzulaufen, weshalb sie sich von einer Crah-Diät in die nächste stürzen, oder damit beginnen viel zu wenig zu essen oder richtige Mahlzeiten durch irgendwelche Supplements zu ersetzten. Das Problem besteht hierbei darin, dass 1. Jeder Körper unterschiedlich ist und dementsprechend verschiedene Nährstoffe in unterschiedlichen Mengen benötigt. Während der eine zum Beispiel gut auf Kohlenhydrate verzichten kann, bekommt ein anderer durch den Verzicht auf dieses zB. Migräne (was in diesem Falle bedeutet, dass von einem Low- bis No-Carb Trend definitiv abzuraten wäre). 

2. Sind diese Trends von der Industrie gemacht und demnach pures Marketing, was bedeutet, dass bis jetzt noch kein Mensch von 3 „Schlank – Wunder-Drinks“ am Tag dauerhaft satt, gesund geschweige denn glücklich geworden ist. 

All diese „angeblichen“ Helferlein sind ausschließlich dazu da, um uns ein gutes Gewissen zu machen, indem wir sie nehmen und uns sagen können: „Ja ich tue was gutes für meinen Körper bzw, ich ernähre mich bewusst und gesund“. Dabei handelt es sich bei diesen „kleinen Helferlein“ oftmals um reine Marketingstrategien bzw. Alibis [1], die keinesfalls was mit gesunder Ernährung zu tun haben. Sie geben dir einfach nur das Gefühl, dass du auf nichts verzichten musst und dadurch mit deinem bisherigen Lebensstil einfach so weiter machen kannst wie bisher und trotzdem dein Ziel erreichen wirst. 

3. Ernährungsumstellung sollte nicht kurzfristig ausgerichtet sein! 

Erst wenn jemand seine Ernährung wirklich gut durchdacht dh. auf einen längeren Zeitraum betrachtet umstellt hat und zudem in einem gesunden Ausmaß Sport betreibt, ist es möglich, dass ihm seine gesunde Lebensumstellung auch dauerhaft gelingt und er dadurch sein Ziel eines gesunden, fitten und schlanken Körpers erreicht. 

4. Gesund ist NICHT gleich gesund! 

Logisch, wer gesünder leben will, der greift auch automatisch zu „gesünderen“ Produkten. Und diese findet man mittlerweile wie Sand am Meer, weil die Industrie schon vor langer Zeit bemerkt hat, dass das Umwelt und Gesundheitsbewusstsein der Menschen gestiegen ist und sie sich dementsprechend nach gesünderen Alternativen umschauen. 

Das Problem ist jedoch, dass die Unternehmen sog. „Functional Food“ [1], also Lebensmittel die mit lauter Zusatzstoffen angereichert werden wie zB Proteinriegel, oder probiotische Joghurts etc… herstellen und diese wiederrum alles andere als gesund sind, weil sie nicht natürlich (organic), sondern künstlich hergestellt sind.

Zudem kommen noch die unzähligen Supplements bzw. Nahrungsergänzungsmittel hinzu die dir alles mögliche von schnellerem Haarwachstum, bis hin zu einer schlankeren Taille versprechen. Auf den ersten Blick wirken die meisten dieser Alternativen höchst gesund und demnach auch sehr vielversprechend, auf den zweiten Blick wird meistens jedoch relativ schnell klar, dass das meiste von dem wahrscheinlich nicht mehr als heiße Luft ist. 

5. Die „Light-Produkt Falle“

Einen weiteren Trugschluss stellen die sogenannten „Light-Produkte“ dar. Diese kommen meistens aus einem von vornerein schon eher „ungesünderen“ Bereich, werden jedoch durch ihre sehr niedrigen Kalorien pro 100ml oder Gramm als „gesund“ betitelt. Auch hier hat wieder einmal das Marketing seine Finger im Spiel, sodass Stevia, andere Süßstoffe, oder Titel wie zB „frische Milch“ [1] ein eher ungesundes Produkt unmittelbar gesund wirken lassen. 

Hier gilt ebenfalls: „Je natürlicher, das bedeutet, je unverarbeiteter, desto gesünder“ ist das jeweilige Produkt. Wenn du hin und wieder mal zu verarbeiteten Produkten greifen willst empfiehlt es sich darauf zu achten, dass das Produkt max. 10 Zutaten beinhaltet und diese möglichst nicht schwer auszusprechen sind, sodass auch einem Otto-Normal Verbraucher direkt klar ist, um welche Zutat es sich handelt.

Fazit

Fakt ist, dass die eben aufgeführten 5 Beispiele keinesfalls zu einer gesünderen, geschweige denn ausgewogeneren Ernährung, sowie zu einer dauerhaften Ernährungsumstellung beitragen.

Gesunde Ernährung bedeutet sich ausgewogen und ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen und das schließt „ungesundes“ ebenfalls mit ein! Wir leben nur ein einziges Mal und sich deswegen mit allem verrückt zu machen, indem man sich alles ungesunde verbietet ist auch nicht gut (bzw. gesund). 

Der Trick zum Erfolg besteht hierbei in der Balance der einzelnen Lebensmittel. 

Versuch es zum Beispiel mit der 80/20 Methode. 

Ernähre dich zu 80% gesund, das heißt natürlich, ohne möglichst viele Zusatzstoffe und zu 20% „ungesund“. Letztendlich ist es nämlich die Menge bzw die „Dosis“ die das Gift macht. 

Mithilfe dieser Methode führst du deinem Körper überwiegend „gutes“ zu und verbietest dir gleichzeitig auch nichts, wodurch du Heißhungerattacken und Stimmungsschwankungen von vornerein vermeidest. 

Quelle

[1] https://www.healthyhabits.de/ernaehrung-alibis/

Isabel Valentin

Stress und Leistungsdruck sind der oftmals überambitionierten und jungen Berlinerin Isabel Valentin kein Fremdwort. In dem dynamischen Hauptstadtleben hat sie schnell realisiert, wie wichtig eine ausgeglichene Balance zwischen Alltagsstress und Selbstfürsorge ist, weshalb sie sich im Laufe der Zeit zu einer wahren Calm Down Expertin entwickelt hat.

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