CBD gegen Frauenleiden, wie PMS und Regelschmerzen (Dismenorrhoe)

Kennst Du das auch? Die krampfartigen Unterleibsschmerzen in den Tagen vor den Tagen? Du fühlst Dich irgendwie aufgequollen, hast Kopfschmerzen und bist fürchterlich schlecht drauf? Dann geht es Dir vermutlich so wie vielen Frauen. Die Beschwerden während der Periode können so heftig sein, dass sie einen normalen Alltag unmöglich machen. Manche Frauen benötigen starke Schmerzmittel. Leider helfen sie nur kurz und haben meist Nebenwirkungen. Mit den PMS-Tagen bist Du die Hälfte eines 4-Wochenzyklus` mit Frauenbeschwerden beschäftigt. Das muss doch nicht sein, oder?

Woher kommen die Regelschmerzen?

Der weibliche Zyklus dauert durchschnittlich 28 Tage. Während dieser Zeit bildet die Gebärmutter eine stark durchblutete, dicke Schleimhaut aus. Sie dient eigentlich dem Einnisten eines befruchteten Eis. Wurde kein Ei befruchtet, nimmt die Schleimhautdurchblutung ab. Durch starke Kontraktionen der Gebärmuttermuskulatur wird die Schleimhaut schließlich abgestoßen [1]. 

Faktoren, die die Schmerzen begünstigen/verschlimmern

Bestimmte Faktoren können die Unterleibsschmerzen begünstigen oder sogar verschlimmern. Dazu gehören:

  • erste Menstruation vor dem 12. Lebensjahr
  • BMI unter 20
  • starke Blutungen
  • Essstörungen, wie Magersucht
  • lange oder unregelmäßige Menstruationszyklen
  • Stress und Ängste
  • Alkohol-, Nikotin- und Drogenkonsum [2]

Was bedeutet prämenstruelles Syndrom (PMS)?

Das PMS beginnt etwa 4 bis 14 Tage vor Beginn der Periode. Die Stärke der prämenstruellen Beschwerden unterscheidet sich von Frau zu Frau. Typischerweise treten folgende Symptome auf:  

  • empfindliche Brüste
  • Unterleibskrämpfe
  • Übelkeit und Durchfall
  • Kopf- oder Rückenschmerzen
  • Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Erschöpfung
  • Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Niedergeschlagenheit
  • Heißhunger
  • Wassereinlagerungen in den Beinen
  • Kreislaufprobleme

Die Ursachen des Syndroms sind bisher nicht genau geklärt. Was auffällt ist aber, dass es gleichzeitig mit der Produktion des Gelbkörperhormons Progesteron und dem Abfall der Östrogenausschüttung auftritt. Der Hormonwechsel scheint mit den Symptomen eng zusammen zu hängen [4]. 

Die Prostaglandine sind schuld 

Prostaglandine sind sogenannte Gewebshormone, also Vermittler von Informationen innerhalb eines Gewebes. Ihre Konzentration erreicht ihren Höhepunkt während der Menstruation. Sie sorgen für die Kontraktion der Gebärmuttermuskulatur und die Ausstoßung von Blut und Schleimhautfetzen. Dabei wird die Gebärmutterschleimhaut weniger durchblutet und es kommt zum Schmerz. Gleichzeitig verursachen die Prostaglandine eine vermehrte Schmerzempfindlichkeit der Schmerzrezeptoren.

Umso mehr Prostaglandine gebildet werden, umso stärker und öfter zieht sich die Gebärmuttermuskulatur zusammen. Daher ist die Prostaglandinbildung ein guter Ansatzpunkt für eine Schmerztherapie.

CBD bei gynäkologischen Beschwerden 

Dass CBD gegen Schmerzen und Krämpfe helfen kann, weiss man schon seit Tausenden von Jahren. Schon in der Antike wurde Hanf zur Vorbeugung und Behandlung verschiedenster gynäkologischer Beschwerden eingesetzt. 

Die Schmerzvermittlung geschieht über Botenstoffe. Sie binden an Rezeptoren der Nerven und leiten damit das Schmerzsignal an das Gehirn weiter. Nun befinden sich sogenannte CB2-Rezeptoren des Endocannabinoidsystems (ECS) überall im zentralen Nervensystem. CBD scheint über diese Rezeptoren die Produktion von Prostaglandinen zu drosseln. Dadurch geschieht folgendes: 

  • Entzündungen werden gehemmt 
  • Nerven für Schmerzen densensibilisiert
  • Muskeln entspannt
  • die Durchblutung von Gefäßen angeregt [5].

CBD lindert also Prostaglandin-vermittelte Entzündungen. Zusätzlich sorgt die entspannende Wirkung von CBD dafür, dass sich die Bauchmuskeln weniger aggressiv kontrahieren. Zahlreiche Studien bestätigen die schmerzlindernde, krampflösende und entzündungshemmende Wirkung von CBD [S1; S2].

CBD gegen PMS

Das körpereigene Endocannabinoidsystem (ECS) ist dafür zuständig, Ungleichgewichte im Körper auszubalancieren. Dazu gehören auch hormonelle Dysbalancen. Auch scheint das Gehirn eine besonders hohe Dichte an Cannabinoid-Rezeptoren aufzuweisen. Wissenschaftler vermuten einen engen Zusammenhang zwischen CBD, ECS und hormonellem Gleichgewicht. Man weiss beispielsweise, dass CBD die Rezeptoren des Glückshormon Serotonin aktivieren kann. So scheint es plausibel, dass CBD generell über die Regulierung von Hormonen im Gehirn die Symptome des PMS vermindern kann. Und tatsächlich wird CBD stimmungsaufhellende, schlaffördernde und angstlindernde Eigenschaften zugesprochen [3].

Da Stress und Hormonstörungen in unmittelbarem Zusammenhang stehen, kann CBD besonders bei Frauen mit Stress-induzierten PMS hilfreich sein [4]. Bei reduziertem Stress nimmt zugleich auch die Schmerzwahrnehmung bzw. -empfindlichkeit ab. Frauen können also sowohl psychisch, als auch physisch von der Einnahme von CBD profitieren.

Darreichungsformen von CBD gegen Menstruationsschmerzen

Du kannst zwischen unterschiedlichen Darreichungsformen von CBD wählen. Gegen die Schmerzen eignen sich beispielsweise:

  • CBD-Öl, das einfach unter die Zunge geträufelt wird
  • Kapseln mit kristallinem CBD, die geschluckt werden und/oder
  • Creme/Öl, das in die Bauchhaut einmassiert wird. 

Kapseln sind generell höher konzentriert, als beispielsweise Öle. Sie wirken besser und schneller bei starken Menstruationsschmerzen. Von Osiris gibt es ein spezielles Öl für die Zeit der Menstruation: Osiris Aromapflege Öl Entspannende Menstruation

CBD-Öl und Kapseln gibt es in unterschiedlichen Konzentrationen, so dass Du die Dosis je nach Schmerzintensität anpassen kannst. Manche Frauen berichten, dass das CBD-Öl auch wirkt, wenn Du wenige Tropfen davon auf einen Tampon träufelst. Allerdings wird hierbei das CBD durch die Regelblutung stark verdünnt. Nebenwirkungen von CBD sind keine bekannt. Es lohnt sich also auf jeden Fall, ein CBD-Produkt gegen Regelschmerzen auszuprobieren.

Kann auch eine Krankheit hinter den Schmerzen stecken?

Hinter starken Regelschmerzen können auch Erkrankungen stecken, wie: 

  • Gebärmutterentzündungen
  • Eierstockzysten 
  • Endometriose
  • Myome [2].

Besteht der Verdacht auf eine dieser Erkrankungen, solltest Du Deinen Frauenarzt aufsuchen. Er kann durch eine gynäkologische Untersuchung und Ultraschall eine ernsthafte Erkrankung ausschließen oder diagnostizieren.

CBD und die “Pille”

Da CBD mit Östrogenrezeptoren im Körper interagieren kann, ist bei Einnahme der Pille besondere Vorsicht geboten. Es ist nicht ausreichend erforscht, ob CBD deren Wirksamkeit beeinflussen kann. Halte auch hierzu erst einmal Rücksprache mit Deinem Frauenarzt.

Quellen:

[1] CBD gegen Regelschmerzen, 16.10.2019 in Hanf im Glück, abgerufen am 10.04.2020 von https://hanf-im-glueck.shop/cbd-gegen-regelschmerzen/

[2] Wallner, Bernhard, Regelschmerzen mit CBD lindern – geht das wirklich?, abgerufen am 10.04.2020 von https://www.fullbalance.com/regelschmerzen-cbd-lindern/

[3] CBD bei Regelschmerzen, 18.01.2019 in Universitätsmedizin Göttingen, abgerufen am 10.04.2020 von https://www.universitatsmedizin-goettingen.de/cbd-bei-regelschmerzen/

[4] CBD und PMS – Natürliche Hilfe gegen hormonelle Leiden?, 23.09.2019 in artbotanics, abgerufen am 10.04.2020 von https://www.artbotanics.com/blogs/magazin/cbd-und-pms 

[5] De Luca, Cornelius, Hilft CBD bei Menstruationsschmerzen, CBD360, abgerufen am 10.04.2020 von https://cbd360.de/anwendungsgebiete/menstruationsbeschwerden/#dx-src–2

Relevante Studien:

[S1] Lynch, M.E. and Campbell, F., Cannabinoids for treatment of chronic non-cancer pain; a systematic review of randomized trials, November 2011 in Br J Clin Pharmacol.;72(5):735-44, abgerufen am 10.04.2020 von https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21426373[S2] Esposito, G. et. al., Cannabidiol in inflammatory bowel diseases: a brief overview, Mai 2013 in Phytother Res.;27(5):633-6, abgerufen am 10.04.2020 von https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22815234?dopt=Abstract

CBD Zeitgeist Team

Wir sind das CBD Zeitgeist Team - Wir sind CBD Enthusiasten, die regelmäßig die USA besuchen und vom CBD-Hype angesteckt wurden. Wir möchten Licht in das aktuelle Dunkel bringen und Deutschland wertvolles Wissen rund um das Cannabidiol bieten. Wir bieten Dir alle Informationen aus verschiedensten Bereichen, die du für dich und deine Umwelt benötigst und beweisen dir, was du alles mit CBD anstellen kannst.

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