Hilft CBD gegen Angst?

Angststörungen sind weit verbreitet, laut WHO leiden über 4 Millionen Menschen in Deutschland unter ihnen. Andere Untersuchungen sprechen von bis zu 16%. Viele dieser Angststörungen treten ohne erkennbaren Grund auf: Panikattacken ohne reale Gefahr, generalisierte Angststörungen vor unbegründeten Sorgen und Angst vor zukünftigen Erkrankungen oder Unglücken und soziale Phobien (Befürchtungen auf Ablehnung zu stoßen, Erwartungen nicht erfüllen zu können etc.). 

Es gibt aber auch Angststörungen, die auf erkennbaren Gründen beruhen, wie beispielsweise Klaustrophobie (Angst vor engen Räumen), Agoraphobie (Angst vor großen Plätzen) und Vertigo (Höhenangst). 

Die Ursachen dieser Angststörungen sind vielfältiger Natur und in der Wissenschaft noch umstritten. Psychologische Faktoren spielen hierbei eine Rolle, wie auch neurobiologische und genetische Faktoren. 

Man ist sich inzwischen recht sicher, dass das Verhältnis von Botenstoffen im Gehirn (z.B. Serotonin, Noradrenalin, γ-Aminobuttersäure (GABA)) bei Angststörungen gestört ist. 

Herkömmliche Therapien bei Angststörungen

Zur Therapie der Angststörungen werden konventionell 2 Gruppen von Medikamenten eingesetzt: zum einen Medikamente, die dafür sorgen, dass die Serotoninkonzentration im Gehirn hoch ist/bleibt (selektive Serotoninwiederaufnahmehemmer, SSRI) und zum anderen Medikamente, die die Erregbarkeit der Nervenzellen hemmen (Benzodiazepine, Tranquilizer). Das Serotonin wird manchmal als „Glückshormon“ bezeichnet. Wenn seine Konzentration im Gehirn zu niedrig ist, führt dies zu schlechten Gefühlen, zu Ängsten, zu Aggressivität andern gegenüber und zu Autoaggressivität gegen sich selbst bis hin zum Suizid. 

Die SSRI wirken langsam (nach frühestens 2 Wochen), bekämpfen aber (zumindest teilweise) die biochemischen Ursachen der Angststörungen. Die Benzodiazepine (bekanntestes dieser Mittel ist Valium) wirken eher kurzfristig, aber nur gegen die Symptome. Zudem machen sie auf Dauer abhängig und führen zu eingeschränktem Denkvermögen. 

Cannabidiol, abgekürzt CBD

CBD ist einer von vielen Inhaltsstoffen der Cannabispflanze (Cannabis sativa, Hanf). Im Gegensatz zu dem wesentlich bekannteren Inhaltsstoff Tetrahydrocannabinol (abgekürzt THC) zeigt CBD keine psychoaktive und berauschende Wirkung. Deswegen ist es legal und frei verkäuflich, üblicherweise als CBD-Öl mit einem Wirkstoffgehalt von 5%. 

Das CBD wirkt im Gehirn, indem es sich an Rezeptoren des körpereigenen Cannabinoidsystems anlagert (die körpereigenen Cannabinoide bewirken eine Hemmung des Sympathikus – des Alarmsystems des Körpers). Wie dies genau geschieht und was diese Bindung exakt bewirkt wird noch erforscht. Nach dem derzeitigen Stand des Wissens scheint CBD schmerzstillend, entzündungshemmend, krampflösend, beruhigend und angstlösend zu wirken. 

Studien zur Wirkung von CBD

Die Studien zur Wirkung von CBD genügen noch nicht den Anforderungen, die den klinischen Studien bei der Einführung eines neuen Medikaments entsprechen. Hierzu würden man Studien mit mehreren tausend Probanden unter klinischer Überwachung benötigen. Da CBD-Öl als Nahrungsergänzungsmittel eingestuft ist, sind solche klinischen Studien nicht erforderlich. Sie sind aber mehr als wünschenswert, um weitere Erfahrungen über die Wirkung von CBD zu gewinnen. 

Studien mit Tieren und Menschen aus dem Jahr 2011, welche an der Universität von Sao Paulo (Brasilien) durchgeführt wurden, zeigten, dass CBD angstlösend wirkt. Weitere Studien wiesen darauf hin, dass die Ängste von Vortragenden vor dem Publikum durch CBD gelindert wurden und zwar durch nur eine eingenommene Dosis. 

Eine Studie der Vanderbilt University wies 2014 darauf hin, dass Rezeptoren für Cannabinoide die „Kampf oder Flucht Reaktion“ (Sympathikus) regulieren. Im Gehirn von Mäusen wurden dabei Cannabinoidrezeptoren in der Amygdala (Mandelkern) gefunden, einem Teil des limbischen Systems. Dieses System ist an der Verarbeitung von Emotionen und dem Triebverhalten beteiligt.  Außerdem sorgt es für die Ausschüttung von Endorphinen (körpereigene Botenstoffe, die für „gute Stimmung, Stressbekämpfung etc.“ sorgen. Ähnliche Wirkungen zeigen auch die natürlichen Endocannabinoide, die in den Nervenzellen der Amygdala hergestellt werden. 

Eine neuere deutsche Studie von der Universität Leipzig untersuchte die Wirkung von CBD auf Angststörungen. 40 Probanden mit sozialer Phobie wurden in 2 Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe wurde mit CBD behandelt, die andere Gruppe erhielt ein Placebo. Kein Teilnehmer wusste was er erhielt (Doppelblindstudie). Nach 30 Tagen wurden die Angstwerte überprüft. Aus der CBD-Gruppe war ein Teilnehmer ausgeschieden. Bei den verbliebenen Teilnehmern hatten sich die Angstwerte von 17 der 19 Probanden verbessert.  Leider war diese Untersuchung nur eine Studienarbeit mit nur wenigen Probanden. Trotzdem liefert sie Anhaltspunkte für die angstlösende Wirkung von CBD.

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen (Nebenwirkungen)

Die unerwünschten Arzneimittelwirkungen („Nebenwirkungen“) des CBD sind im Vergleich zu konventionellen Arzneimitteln gering. Zu den vereinzelt auftretenden unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) gehören Schläfrigkeit, Benommenheit oder ein trockenes Mundgefühl. CBD kann Beobachtungen zufolge auch den Blutdruck absenken. Insgesamt sind diese UAW aber vernachlässigbar im Vergleich zu den UAW der Benzodiazepine und vergleichbarer konventioneller Pharmaka. 

Fazit: Kann CBD gegen Angstzustände helfen?

Es gibt noch nicht genug Studien, um die angstlösende Wirkung des CBD exakt zu beweisen. Aber alle bisherigen Studien weisen in diese Richtung. Wenn man die sehr geringen unerwünschten Arzneimittelwirkungen des CBD in Betracht zieht, tut sich hier ein großes Entwicklungspotential auf.

CBD Zeitgeist Team

Wir sind das CBD Zeitgeist Team - Wir sind CBD Enthusiasten, die regelmäßig die USA besuchen und vom CBD-Hype angesteckt wurden. Wir möchten Licht in das aktuelle Dunkel bringen und Deutschland wertvolles Wissen rund um das Cannabidiol bieten. Wir bieten Dir alle Informationen aus verschiedensten Bereichen, die du für dich und deine Umwelt benötigst und beweisen dir, was du alles mit CBD anstellen kannst.

Weitere Artikel

Close