Die Wechsel- und Nebenwirkungen von CBD

Plötzlich kam es aus dem nichts, nun ist es wahrlich nahezu in aller Munde. Cannabidiol oder auch bekannt als CBD findest du mittlerweile in vielen Apotheken, Kiosken und in Onlineshops. Ob als kleine Dragees, in Tees oder in Form von Tropfen – CBD kann dir in ganz vielen Situation behilflich sein und für verschiedenste Dinge angewendet werden. 

Du liest diesen Artikel aber sicher nicht, weil du wissen möchtest für was CBD sinnvoll sein kann. Dir geht es mehr um mögliche Nebenwirkungen und bekannte Wechselwirkungen von diesem natürlichen Stoff. Ja, auch natürliche Stoffe können, wie bei synthetischen Arzneimitteln bekannt, diverse Nebenwirkungen und Wechselwirkungen hervorrufen. Was du darüber wissen solltest, erklären wir dir in diesem Artikel. 

Schluss mit den Mythen zum Thema CBD 

Wie bereits eingehend erklärt kann selbst der natürliche Stoff Cannabidiol Nebenwirkungen sowie Wechselwirkungen hervorrufen. Allerdings im Vergleich zu den herkömmlichen Arzneimitteln nur wenige und wenn, dann nur milde Nebenwirkungen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat dies in ihrem „Critical Review Report“ als ganz klares Statement bekannt gegeben. 

So weit so gut magst du nun denken. Aber CBD stammt doch aus der Hanfpflanze und darüber hast du bestimmt schon viele Geschichten gehört. Sollten dir jetzt kiffende Jugendliche in den Sinn kommen, liegst du ganz weit daneben. Die WHO beschäftigt sich mit dem therapeutischen Potential von CBD, welches einer von ganz vielen Stoffen der Hanfpflanze ist. [1] Dieser Stoff wird extrahiert und kann so seine volle Wirkung entfalten. 

In den Studien der WHO stellte man fest, dass CBD eine wichtige Rolle in der Behandlung von Alzheimer, Krebs, Psychosen oder Parkinson spielen könnte. Ebenfalls kam man zu folgenden Schlüssen: 

  • CBD ist nicht psychoaktiv. 
  • CBD wird von Menschen und Tieren gut vertragen. 
  • CBD stellt kein Risiko für deine Gesundheit dar. 
  • CBD verursacht weder psychische noch physische Abhängigkeit. 

Wenn das mal nicht gut klingt? Dennoch solltest du einige Dinge bei der Einnahme von CBD beachten. Es könnte entspannend und beruhigend wirken, teilweise sogar ermüdend. Auf die richtige Dosierung kommt es an. 

Darauf solltest du bei der Einnahme von CBD achten 

Ob CBD-Produkte für dich geeignet sind, musst du für dich selbst herausfinden. Worauf du jedoch achten kannst und solltest, zeigen wir dir gerne auf. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn du schwanger bist. CBD könnte nämlich Einfluss auf die Enzyme in der Schwangerschaft haben. Was das letztlich bedeutet, ist aktuell noch nicht erforscht. Spreche vor der Einnahme von CBD am besten mit deinem Arzt. 

Wenn du CBD testen möchtest, solltest du mit einer niedrigen Dosis anfangen und 2-3 Wochen deine Reaktion darauf beobachten. Dein Körper zeigt dir, wie er CBD aufnimmt. Dabei können in extrem seltenen Fällen Nebenwirkungen auftreten, wobei manche durchaus gewünscht sein könnten. 

Bekannte Nebenwirkungen von CBD 

  • Schläfrigkeit 
  • geringerer Appetit 
  • Benommenheit 
  • niedriger Blutdruck 
  • erhöhter Augeninnendruck 
  • trockenes Gefühl im Mund 
  • Probleme mit dem Einschlafen 
  • erhöhter Tremor bei einigen Parkinson-Patienten 
  • Einfluss auf die Enzyme in der Schwangerschaft 
  • Einfluss auf die Wirkung von Medikamenten 

Auf einige dieser Nebenwirkungen möchten wir näher eingehen. Diese wurden übrigens meist nur bei extrem hohen Dosen festgestellt und konnten durch bekannte Hausmittel wieder beseitigt werden. Je nach dem was du dir durch CBD erhoffst können manche dieser Nebenwirkungen ja sogar erwünscht sein. 

Schläfrigkeit 

In diversen Studien wurde Schläfrigkeit als Nebenwirkung aufgeführt. Tester gaben an, dass sie sich nach der Einnahme von CBD Öl schläfrig fühlten oder müde wurden. Diese teilweise ungewollte Wirkung hängt aber mit einer sehr hohen Dosis zusammen. Solltest du Schläfrigkeit vermeiden wollen, raten wir dir zu einer niedrigen Dosis. 

Geringerer Appetit 

Im Gegensatz zu Tetrahydrocannabinol oder auch THC, was ebenfalls ein Stoff der Hanfpflanze ist und woher auch der zweifelhafte Ruf des CBD stammt, kann CBD zu geringerem Appetit führen. Fressattacken und Heißhunger musst du bei der Einnahme von CBD nicht erwarten, im Gegenteil. Teilweise wurde geringerer Appetit als Nebenwirkung in Studien erkannt. 

Niedriger Blutdruck 

Zu hohe Dosen von CBD solltest du ohnehin vermeiden. Neben anderen, bereits oben erwähnten Nebenwirkungen, kann dies auch zu einem niedrigen Blutdruck und Benommenheit führen. Solltest du Blutdruckmedikamente einnehmen, spreche bitte vorab mit deinem Arzt über die Einnahme von CBD. Dem kleinen Blutdruckabfall kannst du oftmals bereits mit einer Tasse Kaffee oder Tee entgegenwirken. 

Probleme mit dem Einschlafen 

Die Reaktionen von CBD auf deinen Körper können je nach Dosierung und deinem Typ unterschiedlich ausfallen. Manche Tester wurden durch CBD müde, andere hatten wiederum Probleme mit dem schlafen und fühlten sich wach. Sollte es dir genau so gehen, raten wir dir, CBD nicht abends einzunehmen. 

Bekannte Wechselwirkungen von CBD 

Nicht nur bei Schwangeren, sondern bei jedem anderen Menschen auch könnte CBD die Aktivität von verschiedenen Enzymen beeinflussen die auch beim Abbau von Medikamenten eine Rolle spielen. Dadurch können Medikamente stärker oder länger wirken, als eigentlich beabsichtigt. Mögliche Wechselwirkungen wurden bisher bei folgenden Medikamenten nachgewiesen: 

  • den Säurehemmern Pantoprazol und Omneprazol, 
  • den Gerinnungshemmern Marcumar und Warfarin, 
  • dem Schmerzmittel Diclofenac und 
  • den Neuroleptika Risperidon, Haloperidol und Clobazam 

Bei anderen Medikamenten sind Wechselwirkungen theoretisch ebenfalls möglich. CBD hemmt die Aktivität der beiden Enzyme CYP3A4 und CYP2D6, welche bei rund einem Viertel aller Medikamente für die Verstoffwechslung verantwortlich sind. Das sind beispielsweise Calciumantagonisten und Betablocker, Antihistaminika, antiretrovirale Medikamente, Immunsuppressiva wie Tacrolimus, trizyklische Antidepressiva und manche Statine. Sollten dir all diese Medikamente absolut nichts sagen, nimmst du diese vermutlich auch nicht. Spreche dich aber vorsorglich mit deinem Arzt vor der Einnahme von CBD ab. 

So gefährlich ist CBD also wirklich 

An sich kann CBD hervorragende Eigenschaften haben und gilt allgemein als sehr verträglich. Die wenigen, milden Nebenwirkungen stammen durch eine zu hohe Dosierung und Wechselwirkungen zeigen sich durch eine stärkere oder längere Wirkung des Medikaments. 

Viel wichtiger ist jedoch die Qualität des CBD Produktes. Einige Hersteller legen nur einen sehr geringen Wert auf gute Qualität und reine Produkte. So können weitere Bestandteile der Hanfpflanze im CBD Öl oder in anderen Produkten enthalten sein, worunter neben der Qualität auch die positiven Eigenschaften leiden können. 

Nebenwirkungen und Wechselwirkungen wurden bisher nur äußerst selten berichtet. Du liest meist eher positive Berichte über die Wirkung von CBD. Viele Anwender teilen mit, dass sie sich durch CBD sowohl gesundheitlich als auch vom Allgemeinbefinden her besser fühlen.

Quellen:

[1] World Health Organization Report 2017: https://www.who.int/medicines/access/controlled-substances/5.2_CBD.pdf

CBD Zeitgeist Team

Wir sind das CBD Zeitgeist Team - Wir sind CBD Enthusiasten, die regelmäßig die USA besuchen und vom CBD-Hype angesteckt wurden. Wir möchten Licht in das aktuelle Dunkel bringen und Deutschland wertvolles Wissen rund um das Cannabidiol bieten. Wir bieten Dir alle Informationen aus verschiedensten Bereichen, die du für dich und deine Umwelt benötigst und beweisen dir, was du alles mit CBD anstellen kannst.

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