CBD und Kurkuma – eine spannende Kombi

Kurkuma (Gelbwurz) macht äußerlich einen wirklich befremdlichen Eindruck. Doch was aussieht wie eine alte Raupe, steckt voller gesundheitsförderlicher Wirkstoffe. Hauptwirkstoff ist das Curcumin, ein Stoff, der schon seit etwa 6000 Jahren in der ayurvedischen Heilkunde zur Behandlung von Beschwerden eingesetzt wird. Immer mehr tritt Kurkuma nun auch als starker Kombinationspartner mit CBD in Erscheinung. Doch was genau kann diese Kombi?

Wirkungen von CBD

Von CBD ist lange bekannt, dass es sowohl präventiv, als auch zur unterstützenden Behandlung zahlreicher Beschwerden eingesetzt werden kann. Seine Hauptwirkungen, nämlich die: 

  • Entzündungshemmung
  • Schmerzstillung
  • Angstlinderung und Nervenschutz
  • Schlafförderung und
  • Entspannungen 

sind auch durch Studien hinreichend belegt. Die besten Wirkungen werden erzielt, wenn CBD zusammen mit den ätherischen Ölen und anderen Pflanzenstoffen der Hanfpflanze verabreicht werden. Hier tritt der sogenannte Entourage-Effekt (Verstärker-Effekt) in Erscheinung.    

Das zeichnet Kurkuma aus

Ursprünglich in Fernost als traditionelles indisches, chinesisches und ayurvedisches Heilmittel beheimatet, hat die Kurkumawurzel auch den deutschen Markt erobert. Immer mehr Menschen sind sich des gesundheitlichen Potentials der Heilpflanze bewusst und setzen sie gezielt ein. So ist Kurkuma schon längst aus dem Bereich der Gewürze in die Hausapotheke gewandert. 

Die Inhaltsstoffe und das Wirkspektrum von Kurkuma

Wichtigste Inhaltsstoffe von Kurkuma sind die sogenannten Curcuminoide, fettlösliche sekundäre Pflanzenstoffe. Zu ihnen gehören: 

  • Curcumin (macht die gelbe Farbe)
  • Bisdemethoxycurcumin
  • Cyclocurcumin und 
  • Demethoxycurcumin [1]. 

Sie sollen: 

  • gallentreibend
  • entzündungshemmend
  • antioxidativ
  • antimikrobiell
  • immunmodulierend und
  • schmerzlindernd wirken [2]. 

Vergleicht man die Wirkungen mit denen des CBDs, dann lassen sich einige Parallelen erkennen.

Anwendungsgebiete für Kurkuma

Ebenso wie bei CBD, ist auch die Wirkung von Kurkuma noch nicht vollständig erforscht. Man geht von positiven Effekten in der Behandlung von Beschwerden des Magen-Darm-Traktes aus, wie Verdauungsstörungen, Übelkeit, Appetitverlust und Völlegefühl. Ihr Reichtum an Mineralstoffen, Vitaminen und Antioxidantien machen die Wurzel auch zu einem geschätzten Prophylaktikum gegen Infektionen, Entzündungen und Stoffwechselkrankheiten sowie deren Folgen. Zusammengefasst kann Kurkuma also einen positiven Einfluss haben auf: 

  • Entzündliche Erkrankungen der Gelenke und der Haut
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Neurodegenerative Erkrankungen, wie Alzheimer
  • Neuropsychiatrische Erkrankungen, wie Depressionen
  • Kardiovaskuläre Erkrankungen
  • Übergewicht und dessen Folgen
  • Stoffwechselerkankungen, wie Diabetes [1]. 

Kurkuma, CBD und die Bedeutung von oxidativen Stress

Unter allen Wirkungen von CBD und Kurkuma nimmt deren Stellenwert als starkes Antioxidans einen nicht zu unterschätzenden Stellenwert ein. Unser Körper wird durchgehend attackiert von freien Radikalen (oxidativen Stress), die durch schädliche Umwelteinflüsse und Stoffwechselprodukte entstehen. Sie schädigen Zellen und führen, konzentrationsabhängig, zu permanenten Entzündungsgeschehen, die wiederum den Stoffwechsel, den Aufbau wichtiger Körperstrukturen, unser biologisches Alter, die Nervenfunktion u.v.m. negativ beeinflussen. 

Warum Hanf/CBD und Kurkuma?

Die Vorteile der Kombination von Hanf und Kurkuma liegen quasi auf der Hand: beide Heilpflanzen sind sich in ihren Inhaltsstoffklassen, therapeutischen Fähigkeiten und Anwendungsgebieten sehr ähnlich. Daher ergänzen, unterstützen und verstärken sie sich gegenseitig optimal. Ihre Stärken liegen insbesondere in ihren: 

  • antioxidativen
  • zell-/nervenschützenden
  • entzündungshemmenden Fähigkeiten. 

Diese Eigenschaften sind Dreh- und Angelpunkt der allermeisten Beschwerden, die mit Schmerzen, Alterungserscheinungen und Degeneration einhergehen. Darüber hinaus moduliert Kurkuma, ebenso wie CBD, die Zellkommunikation, indem es sich auf die Bildung von Rezeptoren und Botenstoffen auswirken kann. Hierzu wird auch vermehrt seine Bedeutung bei der Behandlung von Krebsleiden untersucht. 

Zu beiden Stoffen gibt es verschiedenste Studien an Menschen und Tieren. Aufgrund derer verdichten sich die Hinweise darauf, dass CBD und Kurkuma zur Prävention und unterstützenden Behandlung von zahlreichen Beschwerden außerordentlich hilfreich sein könnten [4]. 

Achtung Bioverfügbarkeit

CBD und Kurkuma haben einen entscheidenden Nachteil: Sie sind lipophil, mischen sich also eher mit Fetten, als mit Wasser. Leider herrschen im Mund und Darm wässrige Milieus, so dass die Pflanzenstoffe schlecht bioverfügbar sind. Das bedeutet, sie durchdringen die natürlichen, körpereigenen Barrieren nur zu einem geringen Teil, müssen dann auch noch von Verdauungsenzymen aufgespalten werden, bevor sie überhaupt ins Blut aufgenommen werden können. Es ist also ein langer Weg, bis sich die Wirkstoffe im Körper verteilt haben und ihre Wirkung entfalten können.

Ein CBD-Kurkuma-Präparat sollte daher so kombiniert sein, dass es gut über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen werden kann. Dazu gibt es absorptionsfördernde Substanzen, die die Bioverfügbarkeit der Stoffe erhöhen können [2]. Piperin aus schwarzem Pfeffer gilt beispielsweise als Bioenhancer. Das bedeutet, dass es die Bioverfügbarkeit des Kurkumins um das 20-fache erhöhen kann [S1]. 

Bei Kapseln empfiehlt es sich, auf die Nutzung der Nanotechnologie zu achten. Sie ist in der Lage, die durchschnittliche Größe der aktiven Anteile deutlich zu reduzieren und damit die Bioverfügbarkeit der Stoffe im Organismus enorm zu steigern.  

Wer CBD und Kurkuma lieber als Extrakt, Pulver oder Wurzel zu sich nimmt, sollte nicht vergessen, gleichzeitig etwas Öl einzunehmen. 

Achtung Überdosierung

Kurkuma kann sogar überdosiert werden (bei 8 Gramm Trockenpulver/40 Gramm frischem Kurkuma). In diesem Fall kann es zu Unverträglichkeiten (beispielsweise im Magen) kommen.

Quellen: 

[1] Mag. Pharm Kadisch, Marlene, Kurkuma & CBD – Wirkung und Verwendung, 05.06.2020 in CBD Vital, abgerufen am 09.08.2020 von https://www.cbd-vital.de/magazin/cbd-allgemein/kurkuma-und-cbd-wirkung-und-verwendung

[2] Kurkuma, in Pharmawiki, abgerufen am 08.08.2020 von https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Kurkuma

[3] Kocher, Alexa et. al., Interaktionen von Curcuminoiden mit Arzneistoffen, 11.11.2015 in Ernährungsumschau, abgerufen am 08.08.2020 von https://www.ernaehrungs-umschau.de/print-artikel/11-11-2015-interaktionen-von-curcuminoiden-mit-arzneistoffen/

[4] Prof. Dr. Chrubasik-Hausmann, Sigrun, Kurkuma – Wissenschaftliche Zusammenfassung, Uniklinik Freiburg, abgerufen am 09.08.2020 von https://www.uniklinik-freiburg.de/fileadmin/mediapool/08_institute/rechtsmedizin/pdf/Addenda/2016/Kurkuma_-_Wissenschaftliche_Zusammenfassung_2015.pdf

Relevante Studien:

[S1] Shoba, G. et. al., Influence of piperine on the pharmacokinetics of curcumin in animals and human volunteers, Mai 1998 in Planta Med; 64(4):353-6, abgerufen am 09.08.2020 von https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/9619120/

CBD Zeitgeist Team

Wir sind das CBD Zeitgeist Team - Wir sind CBD Enthusiasten, die regelmäßig die USA besuchen und vom CBD-Hype angesteckt wurden. Wir möchten Licht in das aktuelle Dunkel bringen und Deutschland wertvolles Wissen rund um das Cannabidiol bieten. Wir bieten Dir alle Informationen aus verschiedensten Bereichen, die du für dich und deine Umwelt benötigst und beweisen dir, was du alles mit CBD anstellen kannst.

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