Mensch vs. Hund (Tier): Wie ist der Wirkungsunterschied?

Cannabidiol (CBD) wird inzwischen in verschiedenster Form bei Menschen und auch bei Hunden eingesetzt. Seit 2017 wurde Cannabis in Deutschland für medizinische Zwecke und Behandlungen legalisiert. CBD steht für Cannabidiol, ein Pflanzenstoff, der aus Hanf (Cannabis) gewonnen wird. Hanf zählt zu den ältesten Nutzpflanzen der Erde. Im Gegensatz zu THC (Tetrahydrocannabinol) wirkt CBD nicht psychoaktiv, also berauschend, sondern beruhigend, schmerzlindernd, entzündungshemmend, entkrampfend und harmonisierend auf den Organismus des Hundes. Wissenschaftler fanden heraus, dass die CBD Behandlung auch bei Hunden und Katzen physische sowie psychische Beschwerden vermindern oder sogar bei der Heilung einen positiven Einfluss zeigen kann, da alle Wirbeltiere mit dem sogenannten Endocannabinoid-System (ESC) ausgestattet sind. Dieses ist fähig Cannabinoide aufzunehmen und zu binden. Doch wie wirkt sich das CBD im Gegensatz zum Menschen auf unsere Haustiere aus? Oder gibt es gar keinen Wirkungsunterschied?

Wirkungsunterschied: Mensch und Tier

Zwei zentrale Nervenrezeptoren des ESC, die CB1 und CB2 Rezeptoren, werden durch die Wirkstoffe des CBD Öls besonders aktiviert. Dadurch werden körpereigene Signale besser versendet, wodurch wichtige Prozesse im Körper verstärkt oder auch reduziert werden können. [2] Hunde besitzen jedoch mehr Cannabinoid-Rezeptoren als Menschen, dementsprechend reagieren sie auch sehr viel empfindlicher auf Cannabinoide als wir und zwar ganz besonders auf THC. Deshalb ist THC auch besonders gefährlich für den Hund und es sollte immer darauf geachtet werden, dass der Gehalt bei CBD Ölen unter 0,2% liegt bzw. nicht vorhanden ist.

Das CBD Öl für den Hund unterscheidet sich von jenen CBD Ölen für den Menschen, genau in diesem Punkt der Konzentration der Produkte. Auch wenn hier kein THC enthalten ist, muss geringer dosiert werden. CBD Produkte für Menschen haben in der Regel eine Konzentration von 5 – 20%. Für den Hund reichen Produkte mit 2 – 10% CBD.

Viele CBD Öle geben bereits anhand des Etiketts die Information, dass dieses besonders gut für Hunde geeignet ist. Sollte dies jedoch nicht der Fall sein, ist es wichtig, dass man auf die CBD Konzentration achtet.

Auch die Aufnahme erfolgt anders, da beim Menschen drei Arten der Einnahme beliebt sind und bei Haustieren lediglich eine gängig ist. Während der Mensch das CBD Öl durch Inhalation, über die Haut oder Oral einnehmen kann, wird das CBD Öl dem Hund eigentlich nur oral verabreicht.

Quellen:

Petmeister: CBD Öl für Hunde – Test & Empfehlungen https://www.petmeister.de/cbd-oel-hund-test/#Was_unterscheidet_das_CBD_Oel_fuer_den_Menschen_von_jenem_fuer_den_Hund/ 19.04.2020

Dr. Martina Schafmayer

Dr. Martina Schafmayer, geb. Wedekind ist anerkannte Tierärztin und Hundezüchterin und -führerin. Martina hat in Hannover studiert und promoviert. Sie hat sich nur kurz der Forschung gewidmet, bevor sie ihr Interesse für die Praxis entdeckte. Martina kommt aus einem Jäger- und Hundehaushalt und ist mit Hunden groß geworden. Ihre Leidenschaft gehört den Tieren und ihr unermüdlicher Einsatz für unsere vierbeinigen Freunde beschäftigt sie oft bis spät in die Nacht. Zusammen mit ihrem Mann Cornelius Schafmayer, dem Inhaber der Jagdwelt Garlstorf und W.O. Dittmann , hat sie drei Kinder und wohnt in der schönen Lüneburger Heide mit ihren Hunden. Ihr Deutsch-Kurzhaar Deckrüde Jimbo vom Weserland ist ein hochdekorierter Rüde mit makelloser Prüfungslaufbahn. V1 Rüde auf der Dr. Kleemann Zuchtausleseprüfung.

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