CBD-Zeitgeist

CBD und Pharmazie: Ist CBD Medizin?

„Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“ wird nicht nur bei der Information zu möglichen Risiken und Nebenwirkungen empfohlen, sondern auch dann wenn man sich unwohl oder krank fühlt. Manche leiden können schnell beseitigt werden, andere benötigen eine teilweise langwierige Behandlung oder gar tiefreichende Eingriffe von Fachärzten oder medizinischem Personal. 

Wie du sicher bereits in anderen Artikeln gelesen hast, werden Cannabidiol (CBD) viele positive Eigenschaften zugeschrieben. Doch wie verhält es sich aktuell bei Ärzten oder Apothekern mit CBD? Eine gute Frage, denn die Wirkungen und Einsatzmöglichkeiten von CBD zur Behandlung verschiedener Beschwerden werden aktuell noch erforscht. Allerdings gibt es bereits erste Erkenntnisse und Empfehlungen.

Verwechseln darfst du CBD auf keinen Fall mit Tetrahydrocannabinol (THC). Zwar stammen beide Substanzen aus der Hanfpflanze, jedoch gilt THC allgemein als Rauschmittel – was es eben auch ist. Allerdings macht dich CBD nicht abhängig und auch nicht high. Dafür kann es dir jedoch in so vielen Situationen eine Hilfe sein.

Vorteile von CBD

Es geistern einige Mythen durch das Netz, welche CBD schon als das neue Wunderheilmittel bezeichnet haben. Zugegeben, das wäre toll. Allerdings gibt es dafür leider noch keine fixen Belege. Jedoch berichten immer mehr Anwender von tollen und äußerst positiven Effekte auf verschiedene Beschwerden. CBD kann beispielsweise dabei Helfen, Schmerzen zu lindern, Angst hemmen, Übelkeit verringern, Symptome von Diabetes verringern, Psychosen entgegenwirken, Depressionen abschwächen, zu reinerer Haut verhelfen, den Schlaf verbessern, Muskelkrämpfe oder Zittern verringern und auch die Herzgesundheit verbessern.

Wieso es manche daher als Wunderheilmittel bezeichnen, ist absolut verständlich! Abhängig von deiner Situation, kann dir CBD zahlreiche Vorteile verschaffen. Wie das ganze funktioniert, haben wir an anderer Stelle ausgiebig beschrieben.

Unterscheidung zwischen Medizin und Medikament

Bevor wir uns nun der Frage widmen, wie Ärzte und Apotheker zu CBD stehen, sollten wir zuerst zwischen Medizin und Medikament unterscheiden. Das ist wichtig, denn Ärzte und Apotheker, bzw. weitere Fachleute aus der Medizin verschreiben dir meist Behandlungen mit Medikamenten oder Heilmitteln wie Massagen, Ergotherapie oder Krankengymnastik.

Wenn man auch umgangssprachlich zu gewissen Substanzen und Stoffen gerne mal behauptet, sie seien Medizin, ist das nicht so ganz richtig. Die offizielle Beschreibung aus dem Duden lautet: „Wissenschaft vom gesunden und kranken Organismus des Menschen, von seinen Krankheiten, ihrer Verhütung und Heilung“. Medizin umfasst also nahezu alles, was die Vermeidung und Heilung von Krankheiten angeht. Das klingt ja schon mal gut.

Aber würde dir daher aktuell bereits jeder Arzt oder Apotheker mit deinem Leiden zu CBD raten? Vermutlich noch nicht, denn wie bereits erwähnt werden oftmals Medikamente verschrieben. Diese auch Arzneimittel genannten Stoffe unterliegen strengen Bestimmungen und Tests. So benötigt ein Medikament einen klaren Namen zur Bezeichnung, muss aber auch die Existenz seiner Wirksamkeit beweisen können. Entweder pharmakologisch, immunologisch oder metabolisch. In einfacheren Worten – es muss bereits hieb- und stichfest nachgewiesen worden sein, dass ein bestimmter Wirkstoff eine positive Wirkung hat.

Da CBD erst seit wenigen Jahren ganz konkret untersucht wird und Langzeitergebnisse noch nicht vorliegen, kann man es nicht grundsätzlich als Medikament bezeichnen. Dennoch gibt es bereits zahlreiche Hinweise darauf, dass es viele Beschwerden lindern oder bereits im Vorfeld dabei helfen kann, die Ursachen für solche zu vermeiden. Die Forschung schreitet voran, so beschäftigen sich einige pharmazeutische Biologen bereits intensiv mit CBD. So wurden bereits erste Medikamente mit CBD als Inhaltsstoff zugelassen und auf den Markt gebracht.

Forschungen Pharmazeutischer Biologie 

Innerhalb der pharmazeutischen Biologie befasst man sich mit der pharmakologischen und toxikologischen Wirkung von Naturstoffen wie Pflanzen, aber auch Mikroorganismen. Bereits seit Jahrzehnten werden so Studien erstellt, welche sich mit allerhand Thematiken beschäftigen. Neuerdings wurde dieser Bereich um molekularbiologische Grundlagen sowie gentechnisch hergestellte Arzneistoffe erweitert.

Die sogenannte Phytopharmazie beschäftigt sich ausschließlich mit der Forschung zu pflanzlichen Wirkstoffen in Medikamenten. Einige Produkte sind bereits auf den Markt gekommen, so wurde beispielsweise 2019 das Arzneimittel Epidyolex von Orphan Drug durch die Europäische Kommission zugelassen. Behandelt werden können damit das Lennox-Gastaut-Syndrom sowie das Dravet-Syndrom, zwei seltene und schwere Formen der kindlichen Epilepsie.

CBD als Unterstützung bei Behandlungen

Dabei gilt CBD nicht als „Wunderheilmittel“ sondern wird im Fall von Epidyolex als Begleitbehandlung empfohlen. Es kann Krampfanfälle mildern oder gar vermeiden. Im Zusammenspiel mit dem Endocannabinoid-Systems (ECS) kann CBD auf verschiedene Faktoren positiv einwirken. 

Bei den unterschiedlichsten Beschwerden wird bereits heute von Ärzten, Apothekern und anderen Medizinern eine Behandlung mit CBD empfohlen. Solltest du dich unsicher fühlen, ob es für dich sinnvoll ist, solltest du mit deinem Arzt oder Apotheker sprechen und ihn um seinen Rat fragen. Ansonsten kannst du gerne ein Produkt deiner Wahl testen, achte dabei aber auf die Qualität und die von dir bevorzugte Variante der späteren Einnahme.

CBD kannst du als Kapseln, Cremes oder Öl kaufen. Am effektivsten hat sich bisher Öl entpuppt, welches du direkt unter die Zunge tröpfelst. Wenige Tropfen täglich können bereits zu positiven Effekten führen. Fallen diese zu schwach oder komplett aus, kannst du die Dosierung leicht erhöhen, bis du zufrieden bist.